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Akademische Orchestervereinigung Göttingen

Sinfonieorchester

Biographie

In der reichen Göttinger Musiklandschaft nimmt die Akademische Orchestervereinigung (AOV) eine Sonderstellung ein. Mit ihren ca. 80-85 aktiven Mitgliedern ist die AOV nicht nur der größte sinfonische Klangkörper der Stadt, sie versteht es auch auf besondere Weise die Universität Göttingen mit ihrem außeruniversitären Umfeld zu verbinden: Trotz ihres weitgehend studentischen Charakters und bestehender universitärer Anbindungen steht die AOV auch ambitionierten außeruniversitären Amateur-Musikern sowie interessierten Berufsmusikern jeden Alters offen.

Die daraus resultierende Mischung aus "jugendlichem" Temperament und musikalischer Erfahrung belebt das gemeinsame Musizieren und macht es möglich, interessante und anspruchsvolle Programme mit großen sinfonischen Werken der Klassik und Romantik bis hin zur zeitgenössischen Musik zu erarbeiten. Diese Programme werden am Ende jedes Universitäts-Semesters in ein bis zwei Konzerten zur Aufführung gebracht. Das Repertoire der letzten Jahre umfasst neben Sinfonien von Brahms, Dvořák oder Mahler und Instrumentalkonzerten von Beethoven, Tschaikowski, Gershwin und Sibelius auch Werke eher selten gespielter Komponisten wie Carl Nielsen, Aaron Copland, Silvestre Revueltas oder Alexander Zemlinsky.

Die AOV seit ihrer Gründung ein selbstständiger Verein. Seit 2012 übernehmen selbstständig arbeitende Mitglieder-Teams einen Großteil der Arbeiten im Hintergrund und sichern damit neben dem musikalischen auch das organisatorische Gelingen. Die studentische Basis und die moderne Verwaltungsstruktur sollten jedoch über seine lange Geschichte nicht hinwegtäuschen: Die AOV ist das älteste sinfonische Orchester an der Universität Göttingen – im Jahre 2006 feierte sie ihr 100-jähriges Jubiläum. Schon kurz nach Ende des Ersten Weltkrieges initiierte die Akademische Orchestervereinigung mit Unterstützung des Göttinger Universitätsbundes die Wiederaufführung der Händel-Opern und erlangte damit weit über Göttingen hinaus Bekanntheit. In diesem Engagement haben die renommierten Göttinger Händelfestspiele ihren Ursprung. Der Göttinger Universitätsbund ist bis heute der wichtigste Sponsor des Orchesters.

Von 1950 bis 1987 war der Akademische Musikdirektor Hermann Fuchs musikalischer Leiter der AOV, von 1987 bis 1991 sein Nachfolger Ingolf Helm. Bis 2003 lag die musikalische Leitung dann bei Thomas-Michael Gribow. Seit dem Sommersemester 2004 wird die AOV von Lorenz Nordmeyer dirigiert, der seit 2013 als Professor für Orchesterdirigieren an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main lehrt.